Wenn du am Anfang von deinem Weg stehst und realisierst, dass dein Wunsch-Ich, also das Ich so wie du dich gerne sehen würdest, ganz schön weit entfernt ist von deinem Real-Ich, also dem Ich wie wir tatsächlich bist, fällt es oft leicht Schuldige dafür zu finden.

Zu aller erst fallen oft die Eltern ein, die zu wenig Verständnis hatten, oder dich nicht richtig gefördert haben, oder sonst irgendetwas falsch gemacht haben. Der nächste Sündenbock ist dann oft die Stadt, oder das Umfeld, in dem du wohnst und die damit verbunden fehlenden Möglichkeiten. Ein Dauerbrenner: das fehlende Geld oder das falsche Geschlecht, die schlechten Lehrer & Professoren, die allgemein unsichere Wirtschaftslage & Zukunft, das hundsmiserable Wetter in Deutschland und so weiter und so fort.

Doch frag dich einmal selbst:  „Selbst, wenn all das stimmt was du dir einredest, ist es nicht eigentlich völlig belanglos?“ Ist es überhaupt wichtig einen Schuldigen zu benennen, wenn du die Vergangenheit eh nicht ändern kannst? Könnte es nicht sogar sein, dass genau diese Einstellung und deine Annahmen über die Realität dich genau an diesen Punkt im Leben geführt haben, an dem di gerade stehst? Es ist leicht sich der Verantwortung zu entziehen und in die: „Ach, ich habe es so schwer und bin ein Opfer“ Rolle zu schlüpfen.

Aber ist nicht der erste Schritt zu einem selbstbestimmten Leben, dass du genau diese Verantwortung für dein Leben übernehmen? Deine Energie ist also viel besser investiert, wenn du dich aktiv um die Gestaltung deiner Zukunft kümmerst, als sich über Missstände und Ungerechtigkeiten aufzuregen! Nimm dein Leben selbst in die Hand.